Arbeiten und die Welt entdecken

(Foto: Bauorden)

Gesucht werden junge Menschen mit Abenteuergeist, die in ihrer freien Zeit ein soziales Projekt handwerklich unterstützen möchten. Im Inland oder im europäischen Ausland. Vermittler dieser Baucamps ist der sogenannte Internationale Bauorden (IBO). Das ist eine in vielen europäischen Ländern verbreitete gemeinnützige Organisation, die in Deutschland vom gemeinnützigen Verein Internationaler Bauorden Deutscher Zweig e.V. getragen wird und ihren Sitz in Ludwigshafen am Rhein hat. Gegründet wurde der Bauorden 1953 durch den niederländischen Ordensgeistlichen Werenfried van Straaten, um damals mit Studenten in Deutschland Eigenheime für Flüchtlinge und Vertriebene zu bauen.

 

Baucamps für Kurzentschlossene

Aktuell sucht der Bauorden für mehr als 60 Baucamps in 21 Ländern vor allem in Mittel- und Osteuropa für den Sommer 2018 junge Leute zwischen 18 und 26 Jahren, aber auch Rentner. Die Baucamps dauern zwischen zwei und vier Wochen. Für Architektur- und Bauingenieurstudenten kann die Teilnahme an einem Baulager des IBO als Baustellenpraktikum anerkannt werden.

In Deutschland gibt es 22 Projekte, unter anderem in Darmstadt, wo Bauorden-Freiwillige ein Backhaus für eine heilpädagogische Einrichtung für behinderte Menschen bauen. Hier können sich junge Menschen schon ab 16 Jahren engagieren. Zentrales Ziel der Hilfsorganisation sei es, bei sozialen Bauprojekten „anzupacken und tätige Hilfe zu leisten“ und vor allem bei Projekten in Mittel- und Osteuropa die Versöhnung der Völker, den internationalen Jugendaustausch und die Demokratiebildung zu fördern, sagt Geschäftsführer Peter Runck.

 

Unterkunft und Verpflegung frei

Einen Lohn oder ein Taschengeld gibt es bei den Hilfsprojekten nicht. Die örtlichen Projektpartner kümmern sich allerdings um freie Unterkunft, kostenlose Verpflegung und leiten die Arbeit an. Der Bauorden übernimmt die Kosten für die Haftpflicht- und Unfallversicherung während des Baucamps. Die Teilnehmer zahlen eine Anmeldegebühr und tragen ihre Reisekosten selbst. Die tägliche Arbeitszeit beträgt sieben bis acht Stunden, die Wochenenden sind frei.

Der deutsche Bauorden plant nach Auskunft von Peter Runck zusammen mit seinen Partnern jährlich mehr als 120 Baucamps in Europa mit jeweils rund 700 Teilnehmern. Etwa 360.000 vorwiegend junge Menschen – Schüler, Studierende, Auszubildende, Handwerker und Angestellte – hätten auf diese Weise bereits als Freiwillige geholfen.

 

Nähere Informationen unter www.bauorden.eu

Geschrieben von: EK, auf Pfarrbriefservice.de