Mauer für Gebete in der Kirche St. Gallus

Klagen, Bitten, Sorgen – aber auch Dank und Freude können auf kleine Zettel geschrieben und in den Ritzen der Mauer deponiert werden. In der Osternacht werden die Zettel dem Osterfeuer übergeben und so in Licht und Wärme verwandelt.

Die Passions- oder Fastenzeit  ist in der christlichen Tradition eine Zeit der Einkehr, des Nachdenkens. Die Menschen, die  in Jerusalem vor der westlichen Mauer, besser bekannt  unter dem Namen Klagemauer, beten, tun dies in einer langen Tradition. Manche kommen, um zu danken, andere, um zu bitten, und wieder andere, um zu klagen. Viele stecken auch aufgeschriebene Gebete in die  Ritzen und Spalten der Mauer. Sie stellt ein Symbol für den ewigen, bestehenden Bund  Gottes mit seinem Volk dar. Wenn während der Fastenzeit auch bei uns eine «Klagemauer» steht, so soll  sie  an diese Traditionen  anknüpfen und einladen nachzudenken und zu meditieren. Wofür habe ich in meinem Leben zu danken, was möchte ich erbitten, was beklagen?

 

Bis Ostern in der Kirche St. Gallus