Besuch von Bischof Gassis

In der Kirche St. Gallus, Kirchrainweg


Im Anschluss an den Gottesdienst berichtet der Bischof im Gallus-Treff vom harten Alltag der Menschen in seiner Diözese.
Das Regime um Omar Hassan al-Baschir klagte Bischof Gassis an, nachdem er die Menschenrechtsverletzungen im Sudan öffentlich im Ausland anprangerte. Seither hält sich Gassis aus Sicherheitsgründen fast ausschliesslich ausserhalb des Sudan auf. Er informiert Politiker, Journalisten und UN-Vertreter über die dramatische Situation im Sudan. Dass seine Stimme für die Stimmlosen nötig ist, stellt er immer wieder von neuem fest: «Niemand interessiert sich wirklich für den Sudan, weil wir nichts zu geben haben. Aber wir haben Menschen, wir haben wundervolleMenschen.» Knapp ein Drittel derMenschen sind unterernährt und knapp drei Viertel der über 15-jährigen Analphabeten. Nebst Bildung und Essen fehlt es an Medikamenten, Krankenhäusern und Wohnungen. Wegen der Kriegssituation im Südsudan wurde die Hilfe durch «Kirche in Not» vor Ort erhöht.