Pierre Stutz wird mit dem Herbert Haag-Preis ausgezeichnet

Der Herbert Haag Preis 2020 stellt die konstruktive Auseinandersetzung mit sexueller Vielfalt ins Zentrum. Den Preis erhalten Menschen, die sich allen Widrigkeiten zum Trotz zu ihrer gleichgeschlechtlichen Orientierung bekennen bzw. Christinnen und Christen auffordern, dies zu akzeptieren. Die Stiftung setzt sich dafür ein, dass alle aufgrund ihrer Menschenwürde voll am gesellschaftlichen und kirchlichen Leben teilnehmen können.

 

Pierre Stutz (geb. 1953) ist Theologe und Autor vieler erfolgreicher Bücher. Er lebt heute mit seinem Partner in Osnabrück. Nach Tätigkeiten als Jugendseelsorger und Dozent am Katechetischen Institut in Luzern legte er 2002 sein Priesteramt in der Diözese Basel nieder und wirkt seither als weitherum bekannter spiritueller Begleiter. Zuerst gestaltete er die Abbaye de Fontaine-André bei Neuchâtel/CH als «offenes Kloster», seither hält er im ganzen deutschen Sprachraum Vorträge und Meditationskurse. Er plädiert für eine lebensbejahende Religiosität und eine erotische Spiritualität und stellt mit der Versöhnung von Sexualität und Spiritualität die Homosexualität in den grösseren Rahmen der gegenwärtigen Debatten um eine Korrektur und Erneuerung der kirchlichen Sexualethik («Deine Küsse verzaubern mich. Liebe und Leidenschaft als spirituelle Quellen», Freiburg/Br. 2015). – Pierre Stutz ist verheiratet mit Harald Weß.

 

Zusammen mit Pierre Stutz wird auch die die Ökumenische Arbeitsgruppe Homosexuelle und Kirche, die evangelisch-lutherische Pfarrerin Hedwig Porsch aus Coburg und der lutherischer Theologe Ondrej Prostredník aus Bratislava ausgezeichnet.

 

Weiter Informationen zum Herbert Haag-Preis 2020 finden Sie auf kath.ch oder auf der Webseite der Herbert Haag Stiftung.