Kinderrechte

30 Jahre Kinderrechte

Jedes Kind der Welt hat ein Recht darauf, gesund und sicher aufzuwachsen, sein Potenzial zu entfalten, angehört und ernst genommen zu werden. So hat es die Uno-Generalversammlung vor dreissig Jahren in der Konvention über die Rechte des Kindes festgeschrieben.

Am 20. November 1989 verabschiedete die Generalversammlung der Vereinten Nationen die UN-Konvention über die Rechte des Kindes. Erstmals erhielten damit alle Kinder der Welt unabhängig von Religionszugehörigkeit und Kulturen, Rechte – auf Überleben, Entwicklung, Schutz und Beteiligung. (www.unicef.ch).

Gestern feierte Bundesrat Alain Berset mit 400 Kindern auf dem Bundesplatz das 30jährige Jubiläum der Kinderrechte, die die Schweiz als Land mitträgt. Mich freut es, dass die Schweiz diese Konvention der Uno unterschrieben hat und in vielen Projekten im politischen Umfeld Kinder Mitspracherechte bekommen und angehört werden. Ein positives Beispiel für Kriens ist ja die Gestaltung des Spielplatzes in der Langmatt.

Dass auf der anderen Seite noch viel zu tun bleibt, zeigt die Ausschaffung der tschetschenischen Frau und ihrer traumatisierten Tochter, nach Belgien, denen die Pfarrei Leodegar Kirchenasyl gewährt hatte (www.kathluzern.ch). Gutachten vom Kinder und Jugendpsychiatrischen Dienst belegen, dass mit der Rückführung des Kindes nach Belgien, und mit dem Herausreissen des Kindes aus dem momentan sicheren Umfeld, die Entwicklung des Kindes und das Kindswohl massiv gefährdet ist.

In der Bibel heisst es bei Matthäus 25: "Was ihr dem geringsten meiner Brüder und Schwestern getan habt, das habt ihr mir getan." Und so ist zu hoffen, dass im nächsten Fall, wo das Kindswohl gefährdet ist, um Gnade vor Recht gerungen wird. Damit der Weg frei wird, menschenwürdige Lösungen in komplizierten Situationen zu finden.

 

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