Zu Besuch im Kinderhort Bruder Klaus

Beim Eingang Ost des Zentrums Bruder Klaus auf der linken Seite des Korridors: hier sind die Räumlichkeiten des Kinderhorts, welche auch von der Spielgruppe und dem Krabbeltreff benutzt werden.
Anita Stirnimann nimmt mich in Empfang. 1988 (!) hat sie begonnen, sich ehrenamtlich im Kinderhort zu engagieren und leitet ihn seit 19 Jahren.

 

Was bietet dieser Kinderhort?
Donnerstagnachmittag zwischen 13.30 - 16.30 können Kinder flexibel und ohne Voranmeldung gebracht und abgeholt werden. Wir sind mindestens zu zweit da, heute hilft noch meine Enkelin. Die Eltern können in dieser Zeit einen Termin wahrnehmen, einen Kaffee trinken gehen oder einfach etwas für sich machen.

 

Was ist für Eltern zu beachten?
Das Angebot richtet sich an Kinder von 2-5 Jahren aus Kriens und kostet Fr. 5.00. Wir notieren Adresse und Telefonnummer, damit wie die Eltern bei Bedarf erreichen können. Wir müssen über Allergien oder andere Eigenheiten des Kindes informiert sein. Für die Eingewöhnung (von Kind und Eltern) empfehlen wir, die neuen Kinder für einen kürzeren Zeitrahmen abzugeben. Die Kinder bringen ihr “Zvieri“, Finken oder Noppensocken und eventuell Windeln mit.

 

Der Raum ist kindergerecht und liebevoll mit vielen Spielangeboten eingerichtet. Ein Junge spielt mit Dinosauriern beim Verkäuferliladen. Ein Mädchen backt Guetsli aus Knete. Zwei bauen zusammen eine Burg. Wie sieht das Programm aus?
Bis 15.00 Uhr suchen sich die Kinder etwas zum Spielen aus. Dann essen wir Zvieri. Danach erzählen wir Geschichten oder sie spielen Puzzle. Sie können auch malen und ihre Fantasie ausleben oder vorgedruckte Vorlagen ausmalen. Auf Wunsch singen wir mit den Kindern oder machen Bewegungsspiele.

 

Welches sind die Herausforderungen?
Wenn weder die Eltern noch die Kinder Deutsch verstehen. Wir müssen ihnen beispielsweise verständlich machen, dass sie sich für aufs WC melden sollen. Manchmal sind wir gefordert, die verschiedenen Bedürfnisse der Kinder abzudecken. Je nach Situation können auch wir immer wieder etwas dazu lernen. Da es keine Anmeldung braucht, ist die Anzahl der Kinder unberechenbar. Es können nur vier aber auch wie heute zwölf kommen. Für mich ist diese „Arbeit“ mit den Kindern in jedem Fall eine Erholung-und eine Bereicherung.

 

Wie sieht es während den Schulferien aus?
Es hat sich gezeigt, dass in der Ferienzeit und vor Feiertagen das Angebot weniger genutzt wird, daher haben wir dann geschlossen. Eine Kinderbetreuung während den Schulferien und an Feiertagen bieten wir nicht an.

 

Bernadette, du schnupperst heute. Wie kamst du darauf und was ist deine Motivation?
Ich habe an der GV der Krienser Frauen vom Bedarf an Freiwilligen gehört. Seit es in Kriens keine „Husi“ mehr gibt, braucht es mich in der Hausaufgabenhilfe nicht mehr. Somit habe ich wieder Kapazität und dieses Engagement hat mich interessiert.

 

Frau Stirnimann, möchten Sie etwas ergänzen?
Wir sind immer froh um Freiwillige, da wir keine Löhne zahlen können. In der Regel hat man 2x pro Monat einen Einsatz. Interessierte können sich gerne melden. Als Dankeschön gehe ich mit meinem Team je einmal im Jahr Pizza essen und mache ich einen Brunch bei mir zu Hause.

 

Ich bin beeindruckt von dem tollen Angebot, welches nur dank dem enormen Engagement von Freiwilligen möglich ist! Vielen Dank für das Interview und den Einblick.

 

Mehr Infos:
https://www.krienserfrauen.ch/krienser-frauen/wer-sind-wir/untergruppen/kinderhort-zentrum-bruder-klaus.html

https://www.krabbel-treff.ch/

https://spielgrupperegenbogenkriens.jimdofree.com/

Neuen Kommentar schreiben

Kommentare (0)

Keine Kommentare gefunden!