Victory gegen Virus

Bild: Hoffnungsvolle Kinder in Popayan, Kolumbien

Corona-Virus überall, und so auch im kolumbianischen Popayan. Der Bürgermeister hat als Corona-Infizierter den Anfang in der Stadt und der Stadtverwaltung gemacht, da er das Virus von einer Auslandreise heimbrachte.

Die Bevölkerung halte sich so gut wie möglich an die strengen Schutz-Vorschriften schreibt Ana, die Leiterin des Kinderhauses Toñitos. Was uns freuen kann: das von der Pfarrei Bruder Klaus unterstützte Quartier hat bisher keine Kranken zu melden. Das Kinderhaus bleibt leer, nur der Nacht-Abwart schläft dort. Die Eltern werden täglich telefonisch nach dem Ergehen gefragt. Die Leiterinnen des Kinderhauses geben Anregungen zur Beschäftigung der eingesperrten Kleinen. Prekär ist es für jene Familien, die ihr ganzes Einkommen aus dem täglichen Wiederverkauf von Kleinigkeiten wie Bonbons, einzelnen Zigaretten oder der Telefon-Ausleihe pro Minute erwirtschaften – die also von der Hand in den Mund leben. Auf vier der Primarschüler die sonst nachmittags zu uns kommen, berichtet die Leiterin, ist Ana besonders aufmerksam. Ihre Eltern sind drogenabhängig und die Kinder mussten häusliche Gewalt miterleben. Zudem vermitteln wir den Kontakt mit Organisationen, die Lebensmittel abgeben.

Mit den uns seit Jahren Bekannten hoffen wir, dass das strenge Regime mit Hausarrest bei den sehr engen Verhältnissen Erfolg hat. Im telefonischen Austausch wird spürbar, wir sind mit den Menschen auf der anderen Seite des Atlantiks im gleichen Boot. Wir sind uns etwas näher gekommen in gemeinsamer Gefahr.

Neuen Kommentar schreiben

Kommentare (0)

Keine Kommentare gefunden!