Kraftquellen

Jetzt rollen sie wieder die Blechlawinen. Definitiv ist es vorbei mit dem fast autofreien, schnellen und trotzdem gemütlich sicheren Arbeitsweg mit dem Velo von Ebikon nach Kriens. Der Lockdown ist teilweise beendet und hoffentlich brummt der Wirtschaftsmotor bald ebenso wieder an, wie die Motoren des Individualverkehrs.

Was ich im Lockdown der Corona Zeit geschätzt habe, sind neben der leeren Strassen auch meine regelmässigen Joggingrunden. Ich wusste es ja schon immer: Bewegung an der frischen Luft und in der Natur stärkt und nährt meine Seele. Nach einer Zeit, wo erste Alltagsgedanken und Sorgen weggelaufen sind oder verarbeitet, wird mein Denken und der Verstand ruhig. Ich beobachte die Natur, entdecke Blumen, Formen und Farben von Bäumen, nehme das Wachstum der Pflanzen wahr, freue mich an den Weizenähren, an Regentropfen die im Licht schillern oder am Nebel, der über dem See schwebt. Ich achte auf den Gesang der Vögel, das Zirpen der Grillen und die Geräusche in der Natur. Wenn ich Glück habe, kreisen die Milane majestätisch am Himmel. Und ich atme. Ich atme und fühle mich verbunden mit allem und zuhause in mir selber. Ruach, der (heftige) Atem ist das hebräische Wort  für «Heiliger Geist». Um die Kraft, die Leben stärkt und erweitert, darum geht es an Pfingsten. Die heilige Geistkraft rufen wir herab auf die Firmandinnen und Firmanden, die am nächsten Sonntag gefirmt worden wären… bis es soweit ist, wünsche ich allen immer wieder frische Luft zum Atmen und die Erfahrung von Verbindung zum Lebensquell.

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