Beim Namen nennen - Aktion zum Flüchtlingstag

Beim Namen nennen

So heisst die Aktion zum Flüchtlingstag, die von den Kirchen der Stadt Luzern dem Solinetz Luzern für geflüchtete Menschen und ganz vielen weiteren engagierten Gruppen am Mittwoch 24. Juni um 12:12 Uhr in der Peterskapelle gestartet wird. Während 24 Stunden werden Namen aus der List of death’s gelesen. Namen von Männern, Frauen, Jugendlichen, Kindern, Babies, die auf der Flucht nach Europa gestorben sind.  Seit 1993 werden diese Namen dokumentiert. Inzwischen sind 40 555 Menschen aufgeführt. Name, Alter, Geschlecht,Herkunft und Umstände des Todes, soweit bekannt. Damit wird an ein stilles andauerndes Unrecht erinnert und ins Gebet genommen.

Neben dem Hören der Namen, kann in der Peterkapelle eine Ausstellung zur Seenotrettung angeschaut werden oder sie können dem Bundesrat Briefe schreiben, wo um die sofortige Aufnahme von Menschen aus den überfüllten Flüchtlingslagern in Griechenland gebeten wird. Denn das ist eine weitere Katastrophe, die sich da anbahnt in Zeiten von Corona. Schätzungsweise 20.000 Menschen leben auf Lesbos im Lager Moria auf einem Raum, der ursprünglich für 3.000 angedacht war – ohne ausreichende hygienische Versorgung, dem Infektionsgeschehen schutzlos ausgesetzt. Die Corona-Pandemie hat die Zustände in den griechischen Flüchtlingscamps verschärft, die schon vorher unhaltbar waren.

Beim Namen nennen und die Augen nicht verschliessen vor der Not der Welt, dazu gehört Mut. Ich wünsche uns allen viel davon, damit sich das Schicksal wenigstens von einzelnen Menschen zum Guten wenden kann.

 

Weiter Informationen zur Aktion unter www.beimnamennennen.ch

 

 

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