Endlich Ferien!

(Foto: Mantas Hesthaven; unsplash.com)

Plötzlich ist es Sommer geworden und man weiss gar nicht wie … Geht es Ihnen nicht auch ähnlich? Die Zeitspanne zwischen Anfang März und Anfang Juli war auch in diesem Jahr genau gleich lang an Tagen, Wochen und Monaten. Dennoch fehlt da irgendwie im Empfinden ein grösserer Abschnitt, weil so praktisch alles, was uns zuweilen umtreibt, entweder nicht stattgefunden hat oder verschoben wurde. Doch wir haben alle nicht nichts gemacht oder erlebt – im Gegenteil! Wie intensiv die Zeit des Lockdowns war und was es uns an Energie gekostet hat, macht sich – so denke ich – erst jetzt richtig bemerkbar. So kommt die Ferienzeit auch dieses Jahr zur rechten Zeit. Ich bin dankbar für diese Zeit und hoffe, dass wir alle einen kühlen Kopf bewahren in den kommenden Wochen. Das ist entscheidend, wenn es heiss wird, nicht nur wettermässig. Dass es auch coronamässig durchaus noch einmal brenzlig werden könnte, zeigen die Entwicklungen der vergangenen Tage. Ferienzeit bedeutet ja eigentlich Abschalten vom Alltag und unbeschwert in den Tag hineinleben. Leider ist Unbeschwertheit in diesem Jahr nicht unbedingt angesagt und auch Abschalten wird schwierig, wenn wir uns auf Ausflügen im Schiff, Postauto und Zug mit Masken begegnen. Dennoch sollen und dürfen wir die Sommerzeit geniessen und auskosten! Vielleicht einfach mit einer Verschiebung der Zielsetzung. Nämlich nicht «nur» abschalten, sondern vielmehr die Überlegung: Wo und wie könnte ich umschalten? Es bietet sich uns nämlich nach dem verordneten Timeout im Frühjahr erneut eine Chance des Innehaltens. Zeit zum Reflektieren, was uns im März und April bewegt hat und was wir uns da vorgenommen haben für die Zeit danach. Das Danach ist noch nicht wirklich da, deshalb möchte ich diese Chance packen, zusammen mit all dem, was sonst noch in den Reisekoffer gehört – Schöne Ferien!

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