Etwas weniger Fleisch

(Foto: CC0; Margo Brodowicz)

 Das Thema Nachhaltigkeit beschäftigt mich schon lange – mal mehr, mal weniger. Immer wieder stellt sich dann die Frage, was kann man als Einzelperson eigentlich tun? Müsste nicht die Politik oder die Wirtschaft etwas ändern, damit sich wirklich etwas bewegt? Ja, natürlich haben diese Institutionen mehr Gestaltungskraft. Das heisst aber nicht, dass wir Konsumenten keine haben.

Wieder einmal mit dieser Frage unterwegs, bin ich vor einigen Jahren auf die Aktion «50% - die neue Fleischgenussformel» von Public Eye gestossen. Die Kampagne wirbt für einen bewussteren Umgang mit Fleisch.

 

„In der Schweiz essen wir pro Jahr über 400'000 Tonnen Fleisch - 1 Kilo pro Woche und Person. Dies erfordert massive Tierfutterimporte mit verheerenden Auswirkungen für Mensch und Umwelt im Süden. Mit einer Halbierung des Fleischkonsums würden die weltweiten Ressourcen für alle ausreichen.“ (Public Eye)

Link zum Informationsflyer

 

Die Kampagne hat mich sofort angesprochen. Allerdings war ich auch davon überzeugt, dass meine Familie und ich sowieso nicht mehr Fleisch essen, wie die vorgeschlagenen 500 Gramm pro Woche und Person. Beim nächsten Einkauf habe ich dann - nur zur Sicherheit - mitgerechnet. Leider war das Ergebnis anders als vermutet, es war eindeutig zu hoch. Nun stellte sich also die Frage: Weiterhin über Nachhaltigkeit reden oder auch etwas dafür tun?
Mittlerweile habe ich einige vegetarische Kochbücher mehr und nach einer kurzen Umstellungsphase ist es kein Problem mehr, die 500 Gramm Fleisch pro Woche und Person einzuhalten. Im Gegenteil, ich lerne viele neue Gerichte und überraschende Geschmacksvariationen kennen, die oft einfach klasse sind.
 

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