Was in Krisen zählt

Der Verfasser und Jesuit Michael Bordt nahm 2009 die Finanz- und Wirtschaftskrise zum Anlass ein dreiundachtzigseitiges Büchlein zu schreiben. Darin gibt der Jesuit Antworten auf die Fragen, die wir uns angesichts der Krisen stellen. Als Krisen beschreibt der Verfasser Zeiten, «in denen die Orientierung schwerer fällt, weil es auf Grund eines erhöhten Handlungsdrucks und wachsender Komplexität schwerer fällt, Klarheit und Sicherheit in der eigenen Gedanken- und Gefühlswelt zu erreichen». Dabei ist er überzeugt, dass die abendländische Philosophie und die jahrhundertealte Tradition des Jesuitenordens wichtige Impulse geben können, wie Leben auch in Krisen gelingen kann.


Drei Krisen
Zu Beginn benennt der Autor drei Krisen, die uns zurzeit erschüttern: die mögliche Klimakatastrophe, der internationale Terrorismus und der immer weiter um sich greifende Zusammenbruch der Finanzmärkte mit seinen Auswirkungen auf die Weltwirtschaft. Und in solchen Krisenzeiten – so der Autor – hätten Moralisten, Mahner und Menschen, die es immer schon besser gewusst und kommen gesehen haben, Oberwasser. Doch der Autor meint, dass Moralisten nicht motivieren und fragt darum, welche Reaktionen sinnvoll sind, wenn «wir einsehen, dass wir nicht einfach so weitermachen können wie bisher».


Krisen gestalten
Und so gibt er einen ersten Rat, dass Krisen gestaltet werden wollen. Denn jede Krise, ob politischer, privater, kultureller oder wirtschaftlicher Natur biete immer eine Chance zu einem Neuanfang. Er leitet dies vom Wort Krise ab, das sich vom griechischen «krisis» ableite und Unterscheidung bedeute. Eine Krise sei – so der Autor, eine Zeit für eine Unterscheidung, die zum Ziel habe, auf das, was schlecht sei und sich nicht bewährt habe, zu verzichten und stattdessen das Gute aufzugreifen und die Krise als Chance zur Veränderung zu nutzen.


Was Menschen vergessen haben
Der Autor weist dann weiter darauf hin, dass es eine gemeinsame Wurzel der Krisen gäbe. Die Menschen hätten vergessen, was im Leben eigentlich wirklich zählt. Und darum hilft es, sich ernsthaft zu fragen, was im Leben tatsächlich von Relevanz und Wichtigkeit sei. Und so vertieft der Autor in seinem Büchlein die Fragen was die Menschen tatsächlich zufrieden und glücklich macht, was die Menschen tun und was sie lieber lassen sollten, wenn ihr Leben gelingen soll.
Aber lesen Sie selbst.


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