Der schönste Beruf!

Ich habe den schönsten Beruf! Echt! Warum? Wegen den vielen Freiheiten und unendlichen Möglichkeiten! Ich bin Religionslehrerin, katholische Religionslehrerin mit Zusatzausbildung. Die Hauptthemen sind: Gott, die Schöpfung und die Menschen. Jeden Tag. Schon dies ist der erste grosse Pluspunkt. Kann es Schöneres geben? Dann etwas zum Betätigungsfeld: ich kann Schulklassen von der 1. Primar bis zur 3. Sek unterrichten. Je nach Anstellung kommt Jugendarbeit dazu, und in Themenfeldern wie zum Beispiel aktuell der Fastenwoche, arbeite ich auch mit Erwachsenen. Ich mache Elternabende, Gottesdienste und nehme an verschiedene Arbeitsgruppen- und Teamsitzungen teil – manchmal leitend, dann wieder helfend. Dort komme ich in Austausch mit noch mehr verschiedenen Menschen, ihrem Wissen, Können und ihrer Spiritualität. In der Pfarreiarbeit darf ich einmalige Projekte wie ein Begegnungsfest oder ein Dankesfest für Freiwillige (im Bild das Krimidinner) mitprägen wo wieder andere Ideen und Arbeiten gefragt sind. Im Unterricht sind die Möglichkeiten fast unbegrenzt. Ein Beispiel: ob ich die Emmausgeschichte mit Worten, Zeichnungen, vorhandenen Bildern, Rätseln, szenischer Darstellung oder musikalisch untermalt vermittle, ist meine eigene Entscheidung. Wir können dazu auch etwas basteln, die Geschichte weiterspinnen, Meditieren oder eine Collage machen. Manchmal ergänze ich die Thematik mit einem Puzzle, einer Karikatur oder einem Film. Oft vertiefen wir Sinn und Inhalt mit einem Lied, gezielten Rückfragen oder einem Quiz. Vielleicht kann man auch Interviews machen oder in einer Gedankenreise Phantastisches erleben. Mit Firmlingen oder Kommunionkindern kann ich eine Wallfahrt machen, mit Jugendlichen eine Nachtwanderung und mit der Jubla ins Lager. Fürs Pfarreiblatt darf ich interessante Leute interviewen, starke Fotos unter die Leute bringen oder gar ein selbstverfasstes Gedicht veröffentlichen. Ich bin noch nicht fertig mit meiner Aufzählung, aber für diesen Moment reicht es. Du siehst es auch so: ich habe den schönsten Beruf! Nur Eines noch: die offenen, strahlenden, gespannten und erfreuten Gesichter der Kinder sind unvorstellbar wertvoller Lohn.

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