Nicht leicht = schwer

Junge Menschen haben es nicht leicht, heutzutage. Eltern, Geschwister, Lehrerpersonen, Nachbarn, Vereinsleiterinnen und „die Leute auf der Strasse“ haben bestimmte Erwartungen. Viele Menschen also, die oft ganz genau und besser wissen, wie man was tun soll. Das Leben und der Alltag Jugendlicher ist aber meist vielfältiger als wir denken. Persönlich ist Dies und Das im Umbruch und die Anforderungen, die an sie gestellt werden sind gross.

Sichtbar wird es z.B. in einer „läckmer am A….“ - Stimmung. Oder aber in einer engagierten Diskussion um ein Thema in dem nicht alle gleicher Meinung sind, die Sache aber für die Schule unbedingt richtig gemacht, also präzise geklärt werden will. Oder in einem traurigen Blick am Morgen, der erzählt, dass wohl zu Hause nicht alles „im grünen Bereich“ liegt. In einer Unkonzentriertheit, wenn eine Aufgabe zwei, dreimal erklärt werden muss, die eigentlich schlaue Schülerin es aber immer noch nicht versteht, weil die Gedanken sichtbar an einem ganz anderen Ort sind. In der heutigen Gesellschaft gilt viel, wer mehr als der Durchschnitt leistet, wer Erfolg hat. Also muss geliefert und gemacht werden, muss gelernt, geübt und trainiert werden. Wer viele 6er schreibt, Tore schiesst und Medaillen holt, ist beliebt und gefragt. Jugendliche aber wissen voneinander, wie schwer es manchmal ist. Darum halten und stehen sie zusammen. Nicht alle, nicht immer, aber immer wieder. Sie brauchen unsere Liebe, unser Vertrauen und vielleicht unzählige Male eine zusätzliche, neue Chance – genau so wie wir damals.

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