Freude und Leid einer Mutter-Tochter-Beziehung

Foto: CC0, longleanna; pixabay

Ich habe eine schöne, offene, liebevolle Beziehung mit meinen zwei Töchtern. Kürzlich hörte ich im Radio eine Sendung über vier Mütter-Töchter-Beziehungen. Mütter-Töchter-Beziehungen seien eine der kompliziertesten, schwierigsten, belastetsten Beziehungen. Das war die Quintessenz der Sendung. Was macht eine Mutter und Frau mit einer solchen Information?

 

Sofort begann ich mir meine eigene Beziehung zu meiner Mutter zu überlegen. Spontan kamen mir Schuldgefühle in den Sinn. Zuwenig Besuche im Altersheim, zu kurze Telefongespräche, zu wenige Neuigkeiten welche ich erzähle. Aber meine Beziehung zu meinen zwei Töchtern ist doch etwas ganz anderes!? Zweifel kamen mir auf.

Kürzlich war ich spontan mit meiner ältesten Tochter für 3 Tag im Tessin. Ich erzählte ihr von dieser Mutter-Tochter-Sendung. Zu meiner Überraschung hörte sie diese Sendung auch. Nun schien es ja wirklich spannend zu werden. Oder wird es nun kompliziert, schwierig, belastend? Es wurde ein langer, spannender Abend. Das Gefühl nicht zu genügen scheint auch meine Tochter zu kennen, wenn auch auf eine ganz andere Art und Weise.

 

Mutter Tochter, da gibt es noch vieles zu entdecken. Ich freue mich auf ein nächstes, offenes Gespräch mit meiner Tochter. Und auf meinen nächsten Besuch im Altersheim. Im Wissen: Ich muss nicht genügen … es genügt!

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