Raus in die Natur

Den Rucksack packen und den Alltag hinter mir lassen, das mache ich ab und zu. Beim Wandern komme ich raus aus dem Hamsterrad und rein in den Genuss. Egal ob es zwei Stunden, zwei Tage oder zwei Wochen sind. Laufen leert den Kopf und reinigt den Körper. Die Natur selber ist ein stiller Meister. Wenn ich mich beim Wandern für sie öffne, kann ich viel von ihr lernen. Wenn ich ganz bewusst gehe, Schritt für Schritt, und ich mit allen Sinnen im gegenwärtigen Moment bin, kann ich Kraft tanken und finde Antworten auf meine Fragen. Im Trubel des Alltages höre ich sie normalerweise nicht. Es muss gar nicht immer eine Wanderung in den Bergen oder von sechs Wochen sein. Manchmal genügt mir bereits eine kurze Wanderung durch den Wald, welche sich mit mir verbindet. Sie führt mir immer wieder vor Augen, um was es im Leben wirklich geht. Wenn ich mit meiner ganzen Aufmerksamkeit die Erde unter meinen Füssen spüre, die Luft auf der Haut wahrnehme und den Duft der Pflanzen und Bäume rieche, dann genügt ein kleines Wegstück, um zu einer Quelle der Kraft zu werden. Allles was ich dazu brauche, ist meine Neugierde, Achtsamkeit und die Bereitschaft offen zu sein, was mir der jeweilige Ort mitteilen möchte. Die Magie, die sich beim Wandern Schritt für Schritt entfalten kann, ist für mich immer wieder beeindruckend, nährend und ganz besonders. Dass der Weg das Ziel ist, erfahre ich dabei immer wieder. Wenn ich offen bleibe, sehe ich mehr. Wenn ich nichts erwarte, werde ich überrascht. Wenn ich losgehe, komme ich an. Wenn ich mich selber mitnehme, tue ich meinem Körper, meinem Geist und meiner Seele etwas Gutes.

Neuen Kommentar schreiben

Kommentare (0)

Keine Kommentare gefunden!