Gerechtigkeit und Menschenrechte für alle

Frieden – Gerechtigkeit - Bewahrung der Schöpfung und politische Verantwortung

Vor 30ig Jahren in der Pfingstwoche 1989 fand die erste ökumenische Versammlung für Frieden in Gerechtigkeit in Basel statt. Alle christlichen Kirchen und Konfessionen Europas waren vertreten. In einem Abschlussdokument verpflichteten sich die Kirchen für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung, sowie für eine politische Verantwortung in diesen Fragen, einzustehen.

Gerechtigkeit, Friede, Bewahrung der Schöpfung. Immer noch grosse Worte keineswegs veraltet, finde ich. Gerechtigkeit heisst für mich: was ich nicht will, das du mir tust, das füg auch keinem anderen zu. Deswegen treten die Kirchen für die Konzernverantwortungsinitiative ein.

 

Was will die Initiative?

Im Zentrum der Konzernverantwortungsinitiative steht eine Pflicht zur Sorgfalt bei der Einhaltung der Menschenrechte. Diese Sorgfaltspflicht beruht auf den UNO-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte von Prof. Ruggie: Unternehmen werden verpflichtet, ihre Tätigkeiten auf Menschenrechtsverletzungen und Umweltschäden zu prüfen:

 

Die Initiative will, dass Konzerne mit Sitz in der Schweiz auch in Ländern, in denen sie selbst oder ihre Tochterfirmen tätig sind, den Schutz der Menschenrechte und Umweltstandards einhalten müssen. Anders als heute, soll das für die Konzerne in der Schweiz in Zukunft nicht mehr freiwillig sein, sondern durch das Gesetz vorgeschrieben.

 

Was verbessert die Initiative?

Die verbindliche Regelung zur Einhaltung der Menschenrechte per Gesetz ist wichtig. Die Schweizer Unternehmen belegen im internationalen Vergleich von Menschenrechtsvorwürfen den 5. Rang. Die Schweiz gehört somit zu den Ländern, deren Firmen am meisten Vorwürfe von Menschenrechtsverletzungen zählen.

 

Die Initiative kann also viele Menschenrechtsverletzungen weltweit verhindern und hilft gleichzeitig, den Ruf der Schweiz zu schützen, damit es nach der Bankenkrise nicht auch noch eine «Rohstoffkrise» gibt.

 

Weitere Informationen finden Sie auf https://www.kirchefuerkovi.ch/de/initiative.

Informieren Sie sich, bilden Sie sich Ihre eigene Meinung und stehen Sie ein für mehr Gerechtigkeit.

 

Michaela Zurfluh

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