Ausblick auf das Neue Jahr 2020 – Aus der Leitung

In einem Buch habe ich kürzlich gelesen, dass das erste Jahr eines neuen «Pastors» so etwas wie der «Honeymoon», wie die Flitterwochen mit der neuen Gemeinde sei. Und wenn der «Pastor» in der Lage sei, etwas zu verändern, dann würden die Weichen schon im ersten Jahr gestellt …
Wenn das stimmt, dann kommt für mich jetzt das Jahr der Bewährung und ich kann nur hoffen, dass ich in den letzten Monaten die rechten Weichen gestellt habe.

 

2019 – ein Jahr der organisatorischen Herausforderungen
Klar ist jedenfalls, dass das vergangene Jahr geprägt war von vielen Fragen und Herausforderungen auf der Ebene der Organisation: Das Pastoralraumteam als neu wichtigster Arbeitskreis musste seine Rolle und seine Arbeitsweise finden ebenso wie die Pfarreiteams, deren Rolle sich im neuen System stark verschoben hat. Die Sekretariate standen und stehen vor der Herausforderung, Arbeitsabläufe, die bisher in jeder Pfarrei anders geregelt waren, einander anzugleichen, die Haus- und Sakristanendienste wurden neu geregelt… Auch wenn wir hier vieles erreicht haben: die Fragen werden uns weiter beschäftigen.
Zugleich wurden aber auch inhaltlich die ersten Pflöcke eingeschlagen: im Pastoralraumteam wurde ein «Zukunftsbild» erarbeitet und zusammen mit dem Kirchenrat eine «Vision» verabschiedet (zu finden hier: Link zur Vision), die die künftige Arbeit ausrichten wird.

 

2020 – ein Jahr der inhaltlichen Weichenstellungen
Mit dem Entwurf einer «Vision» ist es natürlich nicht getan, sondern es wird darauf ankommen, diese in den konkreten Handlungsfeldern umzusetzen. Solche Klärungen sind entweder schon angedacht oder geplant in den Feldern der Kirchenmusik, Jugend und Familien und schliesslich Kommunikation. Wo soll es in diesen Feldern hingehen, welche Schwerpunkte wollen wir setzen, was machen wir vielleicht nicht mehr oder nicht mehr im gleichen Masse …? Diese Fragen gilt es zu klären, nicht, weil wir gerne Papiere schreiben, sondern weil es darum geht, wie wir unserem Auftrag und unserem Anspruch, den Menschen Quellen der Kraft, der Hoffnung und des Vertrauens erfahrbar zu machen (oder uns von ihren Quellen bereichern zu lassen), gerecht werden wollen.

 

Engagement, Zuversicht und Gelassenheit
Entscheidend wird es sein, in welcher Haltung wir die Fragen angehen werden. Und dabei gilt es wohl – wie immer – die rechte Balance zu finden: zwischen Vorwärtsgehen und Geduld, zwischen Anpacken und Geschehen-Lassen. Denn ich vertraue darauf: Gott wird mit uns wirken und uns den rechten Weg zeigen in all den Fragen – wenn wir ihn denn lassen. Und das heisst für mich: ebenso wichtig wie das Machen ist das Stillwerden und das Hinhören, auf Gott und auf die Menschen.
Berührt hat mich immer wieder der Rat, den Ignatius von Loyola seinen Mitbrüdern gegeben hat: Sie sollten so arbeiten, als ob alles von ihrer Arbeit abhinge und nichts von Gott. Und sie sollten so beten, als ob alles von Gott abhinge und nicht von ihrer Arbeit.
 

Bernhard Waldmüller

 

 

Neuen Kommentar schreiben

Kommentare (0)

Keine Kommentare gefunden!