Von Anfang an mit vollem Herzblut dabei...

Von Anfang an mit vollem Herzblut dabei…

Das war ein Grund für mich, warum ich mit Elsbeth ein Interview machen wollte über die Anfänge der Frauengottesdienste in Kriens. 

Elsbeth Auf der Maur ist im Unterdorf von Kriens aufgewachsen und wie sie sagt abgesehen von zwei kürzeren Ausnahmen, dem damaligen Dorf beziehungsweise der heutigen Stadt zu Füssen des Pilatus treu geblieben.
Elsbeth Auf der Maur: So habe ich auch die Gründung (1953) sowie Entwicklung der Pfarrei Bruder Klaus von Anfang an hautnah miterlebt.

Wie entstand die Idee eines Frauengottesdienstes?
Dem ersten Pfarrer Werner Stäger war eines der vordringlichsten Anliegen die Gründung einer Frauen- und Müttergemeinschaft und somit auch die Einführung von speziell für Frauen gedachte/auf Frauen ausgerichtete Gottesdienste. So wie ich mich erinnere, waren das vorerst die sogenannten Müttermessen, allein vom Pfarrer gestaltet. Doch nach und nach bezog er auch immer mehr Frauen mit ein. Das begann vorerst mit dem Vortragen der Lesung sowie dem Verfassen von Fürbitten, zu einem etwas späteren Zeitpunkt mit sogenannten Predigtgesprächen. Aber schon bald übertrug er die Themenwahl sowie die gesamte Gestaltung der Gottesdienste einer Gruppe von Frauen. Wie weit diese Entwicklung von den Frauen ausging, weiss ich nicht. Ich kann mir aber vorstellen, da das gegenseitige Verhältnis sehr einvernehmlich, gut und harmonisch war, dass sich daraus folgerichtig die sogenannte Frauen-Liturgiegruppe konstituierte. Bei diesem Prozess unterstützte uns Frauen schweizweit der Katholische Frauenbund mit vielfältigen Kursen.

Es sei zu einer Veränderung gekommen,als es nicht mehr so selbstverständlich war, dass ein Priester oder Präses der Eucharistiefeier vorstand. Wie ging es weiter?
Voll Elan machten wir Frauen uns daran, selbständig Wortgottesdienste zu halten, die uns auch in der Gestaltung mehr Freiheit liessen. Auch Pfarrer Ernst Wüest und Pfarrer Josef Hurter liessen uns völlig freie Hand bei der Durchführung der Gottesdienste.

Engagierte Frauen für unsere Liturgiegruppe zu finden, ist für uns schon länger ein grosses Anliegen. Um auch weiterhin die beliebten Frauengottesdienste anbieten zu können, brauchen wir natürlich motivierte Frauen. (Meldet euch!) Auch früher sei das nicht immer einfach gewesen…
Und doch fanden sich, gewöhnlich über persönliche Kontakte, stets wieder Frauen, die sich dafür begeistern liessen und die mit viel Herzblut oft jahrelang in der Gruppe mitarbeiteten. Eine grosse Hilfe war uns in jüngerer Zeit Bruno Strassmann, der uns über Jahre die Adressen von Frauen vermittelte, die bei Erstkommunion-Feiern mitwirkten.
Mittlerweile hat sich aber gesellschaftlich einiges verändert, da viele Frauen, kaum sind die Kinder 'aus dem Gröbsten heraus', wieder arbeiten gehen und so verständlicherweise nebst Beruf und Familie nicht mehr viele anderweitige Engagements übernehmen können. Das ist heutzutags ein grosses Problem bei jeglicher Freiwilligenarbeit! Und doch gibt es  immer wieder Menschen, die sich dafür begeistern lassen. Geben wir also nicht auf!

Ich würde gerne den Namen Frauengottesdienst in Frauenfeier umbenennen, weil mir der Name zu lang ist. Was meinst du dazu?
Für mich ist die Bedeutung der beiden Bezeichnungen eine andere. Das Wort "Feier" ist unverbindlicher. Beim Wort "Frauengottesdienst" steht für mich die Verkündigung der Frohen Botschaft im Zentrum sowie deren Auswirkungen in unserem Leben. Darum würde ich nach wie vor letztere Bezeichnung bevorzugen.

Dazu käme der Wortlaut: „Es sind alle eingeladen.“ … auch Männer.
Man könnte doch bei der Ausschreibung betonen, dass alle, also auch (mutige und neugierige!) Männer, herzlich dazu eingeladen sind.

Wir kommen zur letzten Gelegenheit noch etwas loszuwerden …
Vor allem möchte ich dem gegenwärtigen Team von ganzem Herzen für das alljährliche und wunderbare Angebot der Frauengottesdienste danken. Das diesjährige Thema der "Nothelferinnen" ist ein weiterer Beweis (sofern es überhaupt eines solchen bedarf!), wie kreativ und für uns alle segensreich ihr unterwegs seid. Danke, danke!
Und was das Wünschen betrifft, so wünsche ich euch, dass ihr mit viel Freude so weitermacht, zum Segen für euch und uns alle...

  • Interview von Beatrice Durot

 

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Kommentare (1)

  • Stirimann Anita
    Stirimann Anita
    am 29.04.2020
    Es gibt Gruppierungen die können nicht einmal mehr auf das "C" stolz sein
    Es gibt Gruppierungen die, die Religion aus der Schuldrängen wollen.
    Es gibt Gruppierungen die Staat und Kirche trennen wollen.
    Es gibt Gruppierungen ,die nicht mehr zu unsern Christlichen Werten stehen können.
    Und jetzt das noch . Gott soll aus unserem Namen Verschwinden.
    Wo und wer sind wir?