Lieber spät als gar nicht!

(Bild: fauno; pixabay.com)

Es ist nicht so, dass ich mich der digitalen Welt und ihrer Möglichkeiten verschliesse, ganz und gar nicht. Doch bleibe ich grundsätzlich bei vielen Dingen lieber der analogen Welt verhaftet, als mich vorschnell auf unsicheres Neuland zu begeben. Es ist mir bewusst, dass dabei die Gefahr besteht, da und dort den Anschluss oder ganz grundsätzlich eine einschneidende Erfahrung zu verpassen. Ja, und dann gibt es die wunderbaren Erlebnisse, die sich einstellen, wenn man trotzdem einmal den Sprung nach vorne wagt. Diesen Sommer habe ich mir – auch auf Drängen meiner Familie – ein neues, leistungsfähigeres Smartphone gekauft und dann – auch auf Drängen gewisser jüngerer Familienmitglieder – ein Spotify-Premium-Family-Abonnement eingerichtet. Der Audio-Streaming-Dienst bietet ja die Möglichkeit, Millionen von Musik-Titeln sowie ganze Hörbücher oder Podcasts online zu hören oder auch auf dem eigenen Gerät abzuspeichern. Das habe ich übrigens vorher gewusst! Was ich jedoch nicht gewusst habe, ist das, was diese Möglichkeit bei mir auslöste. Derjenige, welcher nun zuhause praktisch in jeder freien Minute Musik hört und herunterlädt (und damit die anderen nervt), eigene Playlists erstellt, das bin ich! Ich beginne wieder zu entdecken, was mir Musik eigentlich bedeutet und wie sehr Musik mein bisheriges Leben prägte. Denn Musik lässt einen natürlich auch in Erinnerungen schwelgen, weil Musik ja oft mit ganz bestimmten Ereignissen oder auch Lebensphasen verbunden ist. Ich höre nun am Morgen im Zug Musik und abends, wenn ich heimfahre und merke, dass ich entspannter ankomme. Inzwischen habe ich eine ganze Palette zur Auswahl und kann je nach Stimmung abspielen, was sich gerade anbietet – wunderbar! Also insofern war und ist das schon auch eine spirituelle Erfahrung – eine Offenbarung, denn da wurde wirklich (wieder) etwas freigelegt, was verborgen lag. Danke, Spotify und danke, family!

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