Der Kirchenpatron

(Foto: www.ansichtskarten-center.de)
Am vergangenen Wochenende haben wir in der Pfarrei Bruder Klaus unseren Kirchenpatron, den Heiligen Niklaus von Flüe, gefeiert. Sein Gedenktag ist der 25. September. In meinen Predigtgedanken habe ich versucht, Schwerpunkte des Wirkens und der Wirkung von Niklaus von Flüe mit der Architektur und der künstlerischen Ausstattung unserer Pfarrkirche zu verbinden. Ein Ansinnen, das mich reizte, zumal mich einerseits das Phänomen Bruder Klaus fasziniert und beschäftigt und ich andererseits seit meinem ersten Besuch von der Kirche Bruder Klaus in Kriens in den Bann gezogen werde. Was beides verbindet, Kirche und Patron, ist die Klarheit und Einfachheit, die sowohl das Gebäude als auch der Heilige mit seinen Kernbotschaften ausstrahlen. Ich gehe fest davon aus, dass der Luzerner Architekt Otto Dreyer, für dessen Kirchen-Projekt man sich in der Planungsphase 1948 entschied, sich bewusst mit dem designierten Patron auseinandergesetzt hat. Beim Recherchieren im Internet bin ich zufälligerweise auf die Aufnahme oben gestossen. Es zeigt die Kirche Bruder Klaus in Kriens in einer frühen, jedoch undatierten Photographie auf einer Ansichtskarte. Sie muss aus den 1950er-Jahren stammen, da der Kirchturm noch nicht steht. Dieser wurde erst 1965 errichtet. Beim Anblick der Aufnahme habe ich mir überlegt, was dieser doch eher nüchterne und funktionale Bau unmittelbar nach seiner Errichtung wohl bei den Menschen ausgelöst hat. Von älteren Pfarreiangehörigen weiss ich, dass damals doch so einiges sehr kontrovers diskutiert wurde. Nur allzu gerne hätte ich mich da eingeklinkt in die Gespräche und Debatten, nicht zuletzt mit meinen Predigtgedanken zum Patrozinium. Ich glaube, ich hätte den Beistand von Bruder Klaus auf sicher gehabt!

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