Im Regen stehen

Es ist eine besondere Zeit für alle Menschen. Wenn ich dabei an die Kinder denke, ist ein erster Gedanke: die sind ja noch jung oder sogar klein. Die haben voraussichtlich noch den grossen Teil des Lebens vor sich. Ob sie nun ein, zwei Jahre in einer besonderen Situation leben müssen, spielt keine so grosse Rolle. Auf das ganze Leben gesehen ist es nicht prägend.

Oder aber vielleicht wenn doch? Lassen wir unsere Kinder „im Regen stehen“?

Vor neun Monate hat es angefangen mit den Sonderweisungen: du darfst dies nicht, und das nicht mehr. Nicht auf den Spielplatz, nicht mehr mit deinen Freunden spielen. Ihr dürft euch nicht treffen. Du kannst deine Freundin nicht mehr zu Hause besuchen. Nein, die Grosseltern kommen nicht an deinem Geburtstag. Das Training findet vorläufig nicht statt. Du darfst dein Znüni in der Schule nicht mehr teilen. Es ist besser, wenn du deine Farben nicht ausleihst. Ja, der Papa arbeitet jetzt zu Hause – aber er darf nicht gestört werden. Nein, du wirst deine geliebten Cousinen und Cousins nicht sehen - die traditionelle Weihnachtsfeier mit unseren Familien ist gestrichen.

 

Wo bleibt da das Vertrauen in das Leben, in das Gute?

Da sind gute Ideen gefragt – bitte hilf, unsere jungen Menschen nicht im Regen stehen zu lassen!

Neuen Kommentar schreiben

Kommentare (0)

Keine Kommentare gefunden!