Kinder machen alles

In der Aufstellungsarbeit zeigt sich immer wieder: Kinder machen alles für die Eltern, rsp. für die Familie. Ihr prioritäres Streben ist: dazu gehören und angenommen sein. Am liebsten will ein Kind einfach Kind sein. Bei den Eltern sein, geliebt werden und sich sicher fühlen in einem Zuhause. Dafür tun sie alles. Kindern kann man nichts verheimlichen. Streiten sich die Eltern, spüren sie das und fühlen sich schnell schuldig. Zum Beispiel, weil sie nicht gehorcht oder ein Glas kaputt gemacht haben – was ja wahrscheinlich nichts mit dem Streit zu tun hat. Aber sie wollen eben immer alles richtig machen. Kinder spüren eine Differenz, auch wenn sie die Auseinandersetzung gar nicht mitbekommen haben. Am besten informiert man sie also offen, worüber man nicht einer Meinung ist. Das beruhigt.

Wenn z.B. eine Mutter sehr traurig oder verzweifelt ist, hat ein Kind schnell Angst. Angst, die Mutter zu verlieren. Manchmal brauchen Mütter und Väter Zeit, um traurig zu sein. Dass sie sich dann aber unbewusst von einem Kind abschotten, spürt dieses sofort. Wenn es dann z.B. nicht mehr gut schläft, Blödsinn macht um Aufmerksamkeit zu bekommen oder gar das Geschwisterchen schlägt, können dies laute Hilfeschreie sein – die wir aber nur mit viel Liebe und Geduld richtig lesen können. Sie bitten uns um Liebe, Sicherheit und Angenommensein. Ich wünsche allen Eltern von Herzen viel Kraft, Liebe, Ausdauer und Gottes Segen für diese grosse und schwierige, aber segensreiche Aufgabe!  

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